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Garn für den Sommer

Wolle ist im Sommer nicht das Problem; Gewicht und Luft sind. Ein feines Wollshirt kann kühler zu tragen sein als ein dichtes aus Baumwolle. Gleichwohl verhalten sich Pflanzenfasern anders genug, dass ein einfaches Einsetzen in eine Wollanleitung meist enttäuscht.

Baumwolle

Kein Gedächtnis und keine Elastizität. Baumwolle federt nicht zurück: Bündchen weichen aus, Schultern sacken, und ein Stück wächst mit Tragen und Waschen. Sie nimmt Farbe kräftig an, wäscht sich leicht und fühlt sich auf der Haut kühl an. Sie passt zu Shirts, Tops, Taschen und Spültüchern — allem, wo ein wenig verlorene Dehnung nicht stört. Auf figurbetonte Passform, die auf Bündchen setzt, passt sie deutlich weniger gut.

Baumwollgarn

Leinen

Steif und fast drahtig im Knäuel, und es weicht mit jeder Wäsche auf. Leinen hat starken Fall und fast keine Dehnung, das Gewebe hängt, statt sich anzuschmiegen. Das passt zu weiten Oberteilen und offenen Maschenbildern. Es zu stricken kann die Hände beanspruchen; Holz- oder Bambusnadeln helfen mehr als Metall.

Seide und Seidenmischungen

Seide bringt Glanz und Fall und fast keine eigene Elastizität, daher wird sie meist gemischt. Eine Seidenmischung gibt Ihnen das kühle Gefühl und den Glanz, während die andere Faser die Struktur trägt.

Seidengarn

Mischungen erledigen die meiste Arbeit

Baumwolle mit Leinen, Baumwolle mit Seide, Baumwolle mit einem kleinen Anteil Wolle oder Elasthan: Mischungen existieren, weil reine Pflanzenfasern die Elastizität aufgeben. Wenn Sie ein Sommerstück mit haltbarer Passform wollen, ist eine Mischung meist die praktische Antwort. Lesen Sie die Prozentangaben der Zusammensetzung auf der Produktseite statt des Namens der Garnlinie.

Maschenprobe und Nadelstärke

Pflanzenfasern zeigen ungleichmäßige Spannung deutlicher als Wolle — und sie blocken sich nicht weg. Wolle verzeiht; Baumwolle und Leinen protokollieren. Stricken Sie eine Maschenprobe, waschen Sie sie und messen Sie erst nach dem Trocknen, weil Pflanzenfasern in der Wäsche oft mehr verändern als Wolle.

Viele Stricker gehen bei Baumwolle eine Nadelstärke runter, damit das Gewebe nicht wächst, und bei Leinen eine hoch für mehr Fall. Starten Sie mit der Stärke auf dem Etikett und passen Sie an, was Ihre Maschenprobe sagt.

Waschen

Baumwolle und Leinen vertragen Maschinenwäsche besser als Wolle. Sie dehnen sich nass und schwer aus — trocknen Sie sie liegend statt aufhängend. Folgen Sie den Pflegesymbolen auf dem Etikett; sie sind die Herstelleranweisung für genau dieses Garn.

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